Samarkand (ungefähr 366 Tausend Einwohner) gehört auch zu den ältesten Städten. Die Stadt wird dieses Jahr ihr 2750 jähriges Jubiläum feiern.
Samarqand, wurde Ende des 14. Jhdt. v. Chr. in der fruchtbaren Ebene des Zarafshon als Oasenstadt von den Iranern gegründet und war lange Zeit eine bedeutende Provinz des persischen Achämenidenreiches. Zu Wohlstand kam die persische Stadt durch den Handel mit den nördlichen und östlichen Regionen, die Seidenstraße verläuft durch Samarkand. Alexander der Große eroberte die Hauptstadt Sogdiens329 v. Chr.
Samarkand befand sich auch an der Seidenstraße, die die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Stadt bestimmte.
Ursprünglich hatte Samarkand einen Teil des Afrasiabhügels eingenommen, der nördlich der heutigen Stadt emporragt. Allmählich dehnte es sich aus, bis es im 9. Jahrhundert den ganzen Hügel bedeckte. Als die Mongolen Samarkand erstürmten, wurde die Wasserleitung zerstört, womit das Leben auf dem Afrasiab aufhörte. Heute stellt er eine kahle, öde Anhöhe dar, in deren Boden unschätzbare Kunst- und Kulturwerte der Vergangenheit verborgen sind.
Wie die anderen Städte hat Samarkand die Zeiten des Aufschwunges und Niederganges erlebt. Die besonders gute Zeit in der Geschichte hat Samarkand während Regierungszeit von Amir Temur gehabt. Jetzt ist Samarkand die Hauptstadt des großen Reiches und eine der schönsten Städte des Zentralasiens geworden.
Registanplatz hat ihr modernes Aussehen seit 17. Jh. Während der Regierung von Temur war der Platz mit Sand bedeckt, davon entstand auch der Name Registan – „Sandplatz“. Von hier hat Temur zahlreiche seiner militärischen Feldzüge begonnen.
Das Ensemble besteht aus drei Medresen: Ulugbek Medrese (15. Jahrhundert), Sherdor Medrese (17. Jahrhundert) und Tillakori Medrese (vergoldet, 17. Jahrhundert).
Das erste Bauwerk im Registanplatz war die Medresse Ulugbek (15 Jh.). Sie ist eine der ältesten Medressen im Zentralasien. Ulugbek war der Enkelsohn Tamerlans. Er war nicht nur als ausgebildeter Person seiner Zeit, sondern auch als berühmter Astronom bekannt. Mann nannte ihn als „Der Gelehrte auf dem Thron“. Er hat sich viel bemüht, um seine Einwohner auszubilden: auf Befehl errichtete man 3 große Medressen, die bis heute erhalten sind. Die Medresse in Samarkand unterscheidet sich von 2 anderen durch ihre Größe, strenge Proportionen und schönen Dekor.
Eine Medrese ist eine islamische Hochschule, auf der nur die Söhne reicher Familien studierten. Die Ausbildung dauerte 10, 12 oder 20 Jahre, je nachdem, wie es um die Disziplin des Studenten bestellt war. Das Hauptfach war natürlich die Koranlehre, die restlichen Fächer waren nicht obligatorisch und vom Studenten frei wählbar.
Im 17. Jh. wurde die Konstruktion von Registan fortgesetzt. Der Herrscher von Samarkand Yalangtusch befahl eine andere Medresse gegenüber der Medresse Ulugbek zu bauen, die später den Namen Scher-Dor bekam. Der Name bedeutet „Errichtung mit den Löwen“, weil im Portal die Löwen abgebildet sind (die mehr den Tigern ähnlich sind).
Später (auch im 17. Jh.) befahl Yalangtusch noch eine Medresse im Registanplatz zu errichten. Diese Medresse bekam den Namen Tilla-kori, bedeutet „Ausgeschmückt mit Gold“.
Die Moschee Bibi-Hanum war am Ende des 14. und Anfang des 15. Jh. laut dem Wunsch von Temur gebaut. Nach dem erfolgreichen Feldzug Timurs gegen Indien wurde die Moschee über 5 Jahre gebaut und im Jahre 1404 fertig gestellt. Timurs Idee war, mit der Bibi Xanom Moschee alles in anderen Ländern Gesehene zu übertreffen.
Das Abservatorium von Ulugbek wurde waehrend seiner Regierungszeit errichtet. Zu seiner Zeit war dieses Observatorium eine einzigartige Konstruktion. Die Grundlage des Observatoriums bildete ein gigantisches Goniometer (vertikaler Kreis) mit einem Radius von 40,21 Metern.
Arbeiteten im Abservatorium Kasy Zade Rumi, Ali Kuschchi und andere berühmten Gelehrten und Wissenschaftler. Mit Hilfe seiner Instrumente und exakte Kalkulation konnte Ulugbek die Lage der 1018 Sterne bestimmen.







