Buchara ist eine der Städte der Tausend und einer Nacht. Erste Erwähnungen über die Stadt Buchara trifft man in den Werken des Historikers Narshachi vom 9 Jh. Der Name kam aus dem Sanskrit und bedeutet „Kloster“ (vikhara) – eine Menge Moscheen und Medressen bestimmt das Gesicht „des heiligen Buchara“ – Stätte der Pilgerfahrt der Islamanhänger.
Einige der einflussreichsten und unbarmherzigsten Eroberer kamen und regierten die Gegend. Alexander der Große gründete mindestens 8 Städte in Zentralasien zwischen 334 und 323 v. Chr., noch bevor China seine Grenzen um 138 v. Chr. für den Handel öffnete und die ersten Karawanen auf der Seidenstraße zogen. Zwischen 484 und 1150 n. Chr. kamen die Hunnen und Turkvölker von Westen und brachten die neue Religion des Islam. Viele Moscheen und Medresen in Usbekischen Städten wie Samarkand, Buchara und Chiwa stammen aus dieser Zeit, sowie noch bestehende Zeugen der Samaniden.
Heute ist Buchara ein bedeutendes Industrie- und Wirtschaftszentrum, eine der wichtigsten Städte in Zentralasien. Doch eine Handelsstadt ist Buchara schon seit 2000 Jahren und seit über tausend Jahren ist es eine Metropole meisterlicher Architektur. Die Zitadelle Ark - vormals Palast der Herrscher und Sitz der Regierung - stammt aus dem 7. und 8. Jahrhundert, das Ismail-Samani-Mausoleum aus dem 9. und 10. Jahrhundert, die Kosch-Medresse und die Magoki-Attari-Moschee aus dem 12. Jahrhundert.
Moderne Buchara (etwa 263 Tausend Menschen) wie die anderen usbekischen Städte ist in Alt- und Neustadt aufgeteilt.
Die Zitadelle Ark war im Laufe von vielen Jahrhunderten die offizielle Hauptresidenz der Herrscher von Buchara. Sie wurde auf dem künstlichen Hügel. Das Territorium von Zitadelle beträgt etwa 4 ha. Die Leute haben sie als „Städtchen in der Stadt“ genannt, denn wohnten in der Festung etwa 2000 Leute. Außerdem hatte sie alles was gewöhnliche Stadt hat: die Straßen, Gassen, Palast und praktische Konstruktionen, Moscheen, Werkstätte.
Der architektonische Baukomplex Poi Kalyan
Praktisch von allen Seiten können Sie Minarett Kalyan sehen, der im 12. Jh. gebaut ist. Minarett ist 46 m hoch. Im 16. Jh. wurden daneben die Moschee Kalyan und Medresse Miri-Arab errichtet.
Die Backsteine formen einen monolithischen runden Turm, der sich von seinem wuchtigen Fundament bis zur Spitze verjüngt. An der Spitze befindet sich eine Rotunde mit 16 Bogenfenstern, aus denen zum Gebet gerufen wurde. In Zeiten von Belagerungen oder Krieg wurde das Minarett als Wachturm und Ausguck verwendet. Früher saß auf der Rotunde eine weitere Empore, doch davon ist lediglich die jetzt kegelförmige Spitze übrig.
Die Moschee Kalyan ist die zweitgrößte Moschee in Usbekistan nach der Moschee Bibihanim in Samarkand.
Die Medresse Miri-Arab liegt gegenüber der Moschee Kalyan und war die einzige aktive Medresse während Sowjetzeit.
Labi-Haus (16-17 Jh.) ist der beliebteste Ort jedes Einwohners von Buchara. Hier können Sie alte und neue Freunde treffen. Hier erinnert man sich an die Vergangenheit und denkt man an die Zukunft. Im Zentrum des Platzes ist ein Wasserbecken (Haus) und um den Teich herum sind andere Bauwerke zu sehen: Medresse Kukeldash, Medresse und Chonako (Dervisch-Gasthaus) von Nadir Devanbegi.
Etwa 4 km nördlich entfernt von der Altstadt liegt der Sommerpalast der letzten Emire von Buchara. Der Palast hat den poetischen Namen „Sitorai Mohi Chosa“ – „der Platz zwischen Mond und Sterne“. Die Hauptteile der Konstruktion sind in eklektischem Stil gebaut. Die große Interesse zieht der Thronsaal – auch Weißer Saal genannt, der in voller Harmonie mit nationaler Tradition ausgeschmückt ist.







